Kompatible USB-Sticks und Anleitung zum Auslesen von Logs und Firmware-Updates
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Typische Symptome
Um Logs zu ziehen und Firmware-Updates auf Deinem Mähroboter durchzuführen, benötigst Du einen kompatiblen USB-Stick. Diese Sticks müssen bestimmte technische Spezifikationen erfüllen, um vom Landroid-Betriebssystem fehlerfrei erkannt und beschrieben zu werden.
In unserer Werkstattpraxis haben sich USB-Sticks von Herstellern wie SanDisk, Kingston, Toshiba, Intenso und Corsair als besonders zuverlässig erwiesen. Diese Marken weisen die höchste Kompatibilitätsrate mit den verschiedenen Mähroboter-Modellen auf.
Achte unbedingt darauf, dass der USB-Stick im FAT32-Dateisystem formatiert ist. Größere Sticks (insbesondere über 4 GB) müssen meist manuell am PC umformatiert werden, da moderne Betriebssysteme ab Werk oft andere Formate wählen, mit denen die Landroid-Steuerung nicht umgehen kann.
Wir sehen in der Praxis hervorragende Ergebnisse mit Modellen wie dem SanDisk Cruzer Blade, dem Kingston DataTraveler und dem Corsair Flash Voyager. Wichtig: Lösche vor dem Einsatz alle fremden Daten vom Stick, sodass sich ausschließlich die benötigten Update- oder Log-Dateien im Hauptverzeichnis befinden.
Ebenfalls bewährt haben sich der Samsung MUF-128AB Fit Plus und der Corsair Voyager SliderX1. In unserer Diagnosepraxis bei Modellen der Landroid S-Reihe (bis Baujahr 2018) zeigt sich jedoch: Vermeide teure oder hochkomplexe USB 3.0 Sticks. Setze lieber auf einfache, günstige Varianten, da USB 3.0 deutlich fehleranfälliger für Formatierungsfehler und plötzlichen Datenverlust ist. Falls ein Datenträger streikt, hilft oft eine Bereinigung am PC über Diskpart, chkdsk oder die Windows-Datenträgerverwaltung.
Falls Dein Mähroboter den Stick nicht sofort erkennt, stecke ihn mehrmals hintereinander neu ein oder verwende etwas hochwertiges Kontaktspray am USB-Port, um minimale Verschmutzungen oder Oxidschichten an den Kontakten zu beseitigen.
Solltest Du trotz optimalem Stick keine Verbindung herstellen können, liegt in unserer Werkstatt oft der Verdacht auf einen oxidierten oder gebrochenen Strom-Pin der USB-Buchse nahe. In diesem Fall muss die USB-Buchse auf der Platine fachgerecht getauscht werden.
Je nach Landroid-Modell unterscheidet sich der Weg zum Logfile grundlegend. Während ältere Generationen wie der WG757E das Auslesen per Tastenkombination (Akkudeckel öffnen, Stick stecken, Tasten 2 und 5 drücken) erlauben, ist dies je nach Stick-Modell oft recht fehleranfällig. Neuere Generationen ab Baujahr 2019 (wie die S-, M- und L-Reihe, z. B. der Landroid M500 / WR141E) besitzen keinen lokalen Webserver mehr und arbeiten über AWS-IoT (MQTTs). Bei diesen Modellen können über das WLAN-Netzwerk lediglich einfache Status- und Störmeldungen abgerufen werden – ein detailliertes, vollständiges Logbuch lässt sich hier ausschließlich über den USB-Stick ziehen.
Ältere Modelle mit Display (wie der WG797E.1, WG798E, WG796E oder auch der WG757E) bieten alternativ den Zugriff über das lokale Netzwerk. Rufe dazu einfach die IP-Adresse des Roboters im Browser auf (z. B. 'http://[IP-Adresse]/log.html' oder '/debugPage.html'). Unter den 'Total statistics' kannst Du wichtige Betriebsdaten wie die Gesamtfahrstrecke (Total distance in Metern), die Gesamtlaufzeit (Total runtime in Minuten) und die Messerlaufzeit (Blade on time in Minuten) direkt ablesen.
Sobald Du das Logfile erfolgreich exportiert hast, hilft Dir unsere Farbcodierungs-Übersicht bei der schnellen Diagnose: Grüne Zeilen stehen für Fahrbewegungen, blaue Zeilen zeigen Ladezyklen und die Server- bzw. Netzwerkkommunikation an. Gelbe Einträge markieren Befehle (wie Start oder Home-Fahrt), während rote Zeilen echte Störungen und braune Einträge allgemeine Betriebshinweise (z. B. ein blockiertes Rad) darstellen.
Achte im Logfile besonders auf die Zeitstempel. Findest Du dort extreme Datumssprünge oder unplausible Uhrzeiten, deutet dies bei S-Modellen (z. B. S500i, WR105SI.1) auf ein Problem mit der Echtzeituhr (RTC) hin. Da der Landroid S keine eigene Pufferbatterie besitzt, führt ein starker Spannungsabfall des Hauptakkus (unter ca. 17V) durch lange Heimfahrten oder Drahtprobleme zum Zurücksetzen der Hardware-Zeit. Bleibt die Uhrzeit trotz intaktem Akku dauerhaft stehen, liegt ein Defekt des RTC-Moduls auf dem Mainboard vor, was einen Austausch des Boards in unserer Werkstatt erfordert.
Für die Landroid Vision Modelle (wie M600, WR206E, WR210E) kann bei anhaltenden Offline-Fehlern in der App ein manuelles Firmware-Update per FAT32-USB-Stick Wunder wirken. Alternativ lässt sich über das Worx-Konto ein spezieller 'WIFI-Konfigurations-Stick' erstellen, um die Netzwerkanbindung direkt am Gerät neu zu initialisieren.
Wir wurden schon oft gefragt, ob man aus den Logdateien des WG796E.1 eine grafische Karte des Mähbereichs oder eine detaillierte Flächenabdeckung generieren kann (z. B. mittels Arduino-Datenerfassung). Wir konnten dieses Problem noch nicht abschließend lösen, passen diesen Artikel aber an, sobald wir eine Lösung gefunden haben.
Ein extrem hartnäckiges Fehlerbild sehen wir oft beim M500 (WR141E) während des USB-Updates: Im Display blinkt plötzlich dauerhaft '88:88' und bricht dann mit dem Fehler 'Er:80' (oder EF:80) ab. Im Logfile findet sich dazu der Eintrag 'CAN-Bus = Bus error'. In der Werkstattpraxis deutet dies meist auf einen Radmotorfehler hin. Die Ursache liegt häufig in korrodierten oder gelösten Steckverbindungen auf den Platinen, oft hervorgerufen durch Feuchtigkeitseintritt. Wir empfehlen, das Gehäuse vorsichtig zu öffnen, alle Steckkontakte zu prüfen, zu reinigen und die Platinen gründlich mit Isopropanol zu behandeln. Hilft das nicht, sollte das Gerät zur fachgerechten Reparatur an uns (robo-doc) gesendet werden.
Bei den 2019er S-, M- und L-Modellen beobachten wir oft ein Phänomen, bei dem der Roboter nach Eingabe des PINs den Status 'Manuel Stop' zeigt und bei minimalem Akkustand (z. B. 8%) weder im eingeschalteten noch im ausgeschalteten Zustand in der Ladestation lädt. Prüfe hier zwingend die exakte Ausrichtung der Ladekontakte an der Station. Ein weiteres Diagnose-Szenario betrifft ältere S-Modelle (wie den WR106SI): Fährt der Mäher nach dem Laden nur wenige Zentimeter an und schaltet sich dann mit dem Log-Eintrag 'outside wire timeout' ab – während die Akkuanzeige fälschlicherweise permanent 100% meldet –, liegt meist ein Fehler im Begrenzungskabel (BK) vor. Überprüfe die Anschlüsse der Ladestation, miss den Widerstand des Kabels durch oder lege testweise eine separate Drahtschleife an.
Für anspruchsvolle mechanische Optimierungen und Geländeanpassungen haben wir wichtige Parameter ermittelt: Die Messer des Landroid M500 (WR141E) rotieren im Betrieb mit exakt 2800 U/min. Bei ausgeprägten Steigungen (bis 27%) und nassen Passagen hat sich in unserer Werkstattpraxis die Montage eines Zusatzgewichts von ca. 1,2 kg im Heck bewährt, um die Traktion massiv zu verbessern. Taucht in Hanglagen der Fehler 'IMU Detective power not turning' auf, liegt dies meist an einem ungünstigen Neigungswinkel am Begrenzungskabel – verlege das Kabel in solchen Kehren in einem spitzeren Winkel. Achte zudem bei Upgrades (z. B. von S0500i / WR102SI auf M500) darauf, dass die Ladeklappenhöhen der Stationen leicht abweichen können und die M500-Ladestation aufgrund der seitlichen Anfahrt deutlich mehr Platz zum Wenden benötigt; eine Installation in Nischen von unter 85 cm Tiefe ist technisch nicht machbar.
Wer den Mäher in eine Heimautomatisierung (KNX, landroid-bridge, ioBroker) einbinden möchte, muss die Generationen beachten. Bei älteren S-Modellen war das direkte Auslesen von Rohdaten im lokalen Netz über 'http://Admin:Mäher-PIN@IP-Adresse/jsondata.cgi' problemlos möglich. Bei neueren Modellen ab Baujahr 2019 (wie dem M500) ist diese HTTP-Schnittstelle komplett gesperrt – hier ist eine Steuerung und Auslesung zwingend nur noch über die verschlüsselte AWS-IoT-Schnittstelle (MQTTs) realisierbar.
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