Stihl Fehlerbehebung 12 Aufrufe

Flächenleistung optimieren, Heimfahrt-Logik anpassen und Sensorfehler beheben beim STIHL iMOW

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Typische Symptome

Geringe Flächenleistung trotz hoher KapazitätAbweichen vom Begrenzungskabel bei HeimfahrtOrientierungslosigkeit im GartenFehlermeldung E0401 im MähbetriebMäher bleibt mit Meldung 'steckt fest' stehen oder dreht sich im KreisAntriebsfehler 'linkes Rad fest' beim Verlassen der StationFehlermeldungen M2031 oder M4025 im Akkubetrieb

In der Werkstattpraxis sehen wir oft Verwirrung bezüglich der Leistungsunterschiede zwischen dem RMI 422 PC und dem 522 C. Technisch gesehen sind beide Geräte nahezu identisch ausgestattet: Sie nutzen baugleiche Akkus (18V / 4,9Ah / 104Wh) und verfügen über dieselbe Schnittbreite von 20 cm. Die oft zeitweise zitierte Differenz in der maximalen Flächenleistung ist primär ein Resultat softwareseitiger Limitierungen der wöchentlichen Aktivzeiten im Mähplan.

Wir erreichen bei einem RMI 422 PC eine signifikante Steigerung der effektiven Flächenleistung, indem wir die Aktivzeiten im Mähplan manuell maximieren. Wenn das Gerät im Mähbetrieb plötzlich nach ca. 10 Minuten mit dem Fehlercode E0401 stoppt, liegt das meist an einer zu gering eingestellten Aktivzeit im Vergleich zur gewünschten Mähdauer. Wir lösen dies, indem wir die Aktivzeit an das reale Rasenwachstum anpassen – bewährt haben sich in der Praxis beispielsweise bis zu 20 Stunden Aktivzeit für 500 m² Flächen. Ein begleitendes Firmware-Update auf Version 1.28 oder 1.29 stabilisiert das Akku-Management zusätzlich und stellt sicher, dass der Akku vor Mähbeginn voll geladen ist.

Sollte ein RMI 632 PC das Begrenzungskabel während der Heimfahrt verlassen oder ziellos durch den Garten irren, beheben wir dieses Problem in der Werkstatt durch ein gezieltes Firmware-Update auf die Version 4.06. Dieses Update stabilisiert die Signalverarbeitung am Draht und optimiert die Rückkehr zur Ladestation. Achte bei der Heimfahrt im Korridor-Modus bei der RMI 422er Serie darauf, dass Kabel zu Inseln extrem dicht nebeneinander (max. 10 mm) verlegt sind, da der Mäher die Insel sonst fälschlicherweise als Suchschleife erkennt. Bei komplexen, eckigen oder U-förmigen Inseln gerät die RMI 632-Plattform aufgrund eines softwareseitigen Winkelzählers (>500°) oft in eine Endlosschleife und leert den Akku. Wir konnten dieses Problem noch nicht abschließend lösen, passen diesen Artikel aber an, sobald wir eine Lösung gefunden haben. Bis dahin hilft nur, Inseln möglichst rund anzulegen oder den Mähbereich manuell per Relais zu segmentieren.

Wenn sich Dein iMow im Kreis dreht, an der Dockingstation vorbeifährt oder mit der Meldung 'steckt fest' blockiert, liegt oft ein Sensorproblem vor. Tritt das Verhalten direkt am Begrenzungsdraht auf, ist in der Regel die Sensorplatine mit den Drahtsensoren defekt. Ein Tausch der Sensorplatine (Ersatzteilnummer: 1017504 / Herstellernummer: 6309 430 5208) schafft hier sofort Abhilfe. Auf freien Flächen oder Pflaster kann ein eingequetschtes Flachbandkabel der Sensoren oder eine Störung durch vergrabene Rasengitterrosetten vorliegen. Kommt es beim Verlassen der Station zusätzlich zum Antriebsfehler 'linkes Rad fest', aktualisieren wir die Firmware auf Version 1.20, schalten den Automatic Stop Mode (ASM) ab und kontrollieren den exakten Verlauf der Suchschleife unter der Dockingstation.

Zusätzlich zur Software prüfen wir bei Orientierungsproblemen immer die mechanischen Komponenten. In der Praxis zeigt sich, dass verschmutzte Vorderräder oder ein verklebtes Mähdeck die Sensorik beeinflussen können. Wir führen hier eine gründliche Reinigung durch, um sicherzustellen, dass die mechanische Freigängigkeit die Navigation nicht behindert. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, bring das Gerät zu uns (robo-doc) für eine Tiefendiagnose der Sensorik.

Akku-Fehlermeldungen wie M2031 oder extrem lange Ladezeiten von über 2,5 Stunden deuten meist auf verschlissene Akkuzellen (Typ AAI 160) oder ein defektes Netzteil (HLG-185H-42VEUM) hin. Bei tiefentladenen Akkus der RMI 422er-Plattform wenden wir in unserer Werkstatt ein Reanimationsverfahren an: Die Zellen werden mit einem LiPo-Ladegerät im NiMH-Modus für ca. 10 Minuten vorsichtig reaktiviert und anschließend im regulären LiPo-Modus auf 18,5 V geladen. Da tiefentladene Lithium-Akkus beim Laden ein erhöhtes Brandrisiko bergen, ist hierbei äußerste Vorsicht geboten. Nach der erfolgreichen Reanimation tritt häufig der Fehler M4025 auf – dieser lässt sich nur über einen herstellerspezifischen Service-Code mithilfe unserer Diagnosesoftware zurücksetzen.

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