Robomow Fehlerbehebung 8 Aufrufe

Profi-Leitfaden: Zonen-Optimierung, Hardware-Diagnose und Fehlerbehebung der Robomow RL-, RM-, RC-, RS-, RX- und Wolf-Scooter-Serie

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Typische Symptome

Mäher erkennt Sichtschutz als HindernisProbleme bei der Fahrt in NebenzonenKeine Durchfahrt unter Zäunen möglichMäher dreht vor Engstellen abFehler E2 / E02 (Signalverlust)Fehler E3Fehler U0086Anzeige PAUS im DisplayMäher eiert am BegrenzungsdrahtAnzeige UO17 in separater ZoneBluetooth-Verbindung schlägt fehlApp zeigt falsche Mähzeiten (Sonntag 0:00)Mäher erkennt Ladestation nicht trotz KontaktWochenprogramm startet nichtLadestation blinkt rot (RX-Serie)Quietschen an der Hinterachse / AchsbruchKein Drahtsignal trotz intakter SchleifeMähwerk schaltet bei Richtungswechsel abMäher gräbt Löcher in schmalen PassagenMesser schaltet sich unmittelbar nach Start abDisplayausfall durch induzierte Spannung beim SchiebenInkompatibilität Ladeköpfe 2018/2019RS 635 Pro S grünes Blinken ohne ReaktionLadekopf riecht verbranntAkku-Kapazitätsverlust nach WinterpauseRM400 Diebstahlschutz aktiviert sich selbstRegensensor reagiert trotz Nässe nichtUhrzeit geht massiv vorMähzyklen unvollständigVorderradmodul defekt (SPP7007B)Räder drehen durch bei SteigungenMäher fährt rückwärts über BegrenzungsdrahtUngenauigkeit bei Nebenzonen-Anfahrt (RS-Serie)Mäher fährt nur 2 Meter in die Nebenzone und dreht umMäher findet Ladestation nicht bei aktiven InselnMesser stoppt in separater Zone mit Fehler Zeit abgelaufenApp-Anzeigefehler nach Update (Sonntag 0:00)Mäher stoppt nach 10 Metern in separater ZoneQuietschende Antriebsgeräusche beim RückwärtsfahrenAntriebsmotor startet erst nach KlopfenMäher bleibt mit Meldung 'stecke fest' oder 'außerhalb der Fläche' stehen ohne HindernisRM400 dreht sich im Kreis mit Meldung 'Bumper gedrückt'Mäher dreht sich mehrfach mit hoher Geschwindigkeit im Kreis und fährt über BegrenzungsdrahtMäher dreht unkontrolliert Kreise gegen den Uhrzeigersinn mit Turbo-Modus der FahrmotorenRC304 piept und blinkt nach Ausfahrt bei schwankendem SchleifenwiderstandMäher fährt Kreise und bleibt regungslos am Rand stehen (RS615)Bluetooth-Verbindung bricht sofort nach Kopplung ab (RS612)Fehlermeldungen U038 und U039 (Vorderradsensoren)Fehlerhaftes Fahrverhalten durch Softwareversion V2.70Lärm beim Überfahren von SteinwegenMähwerksbeschädigung durch WalnüsseMotherboard-Überhitzung durch externen StromabgriffFehlermeldung UO17 nach ca. einer Stunde MähzeitInterferenz des Begrenzungssignals durch FremdmäherBetrieb auf getrennten Rasenflächen ohne permanente LadestationRauchentwicklung bei festgefahrenem Gerät im nassen Gras

In der Werkstatt-Praxis sehen wir oft das Problem, dass Grundstücke durch Sichtschutzwände oder Zäune in zwei Mähflächen geteilt werden. Wenn Du versuchst, diese Flächen zu verbinden, erkennt der Mäher den Zaun konstruktionsbedingt als festes Hindernis, löst den Bumper aus und dreht ab, anstatt die andere Zone zu erreichen. Beachte, dass der Roboter sich prinzipbedingt keine Hindernisse merkt und bei jedem Zyklus neu mit ihnen kollidiert. Eine elegante mechanische Lösung ist eine klappbare Durchfahrt (Zaundurchfahrt), damit der Mäher unter dem Zaun hindurch navigieren kann. Technisch gilt: Die bürstenlosen RC-Modelle verfügen über spezifische Software-Optionen für Nebenzonen, die das Durchfahren solcher Übergänge erheblich erleichtern.

Um eine Unterfahrbarkeit zu gewährleisten, musst Du eine bauliche Anpassung vornehmen. Wir empfehlen hier die Umsetzung einer Klappenlösung oder das Errichten klarer physische Barrieren wie Rasenkantensteine oder Kunststoff-Barrieren, damit der Mäher nicht unkontrolliert die Zone wechselt. Nach der Installation lässt Du den Mäher die Nebenzone manuell lernen: Er fährt von der Station aus los, Du stoppst ihn am Zielpunkt und speicherst die gelernte Strecke ab. Bei verwinkelten Grundstücken mit schmalen Verbindungsstreifen hat es sich bewährt, eine klare Hauptzone für die große Rasenfläche und separate Nebenzonen für die engen Passagen anzulegen. Achtung: In Passagen unter 55 cm Breite kann der RC304 konstruktionsbedingt nicht im Flächen-Modus mähen. Hier besteht die Gefahr, dass er umkippt (sich auf den Rücken legt) oder Flächen unvollständig mäht. Für die Platzierung der Ladestation bist Du flexibel: Ein schattiger Platz im Carport oder neben dem Pool-Haus ist ideal, solange Du eine gerade Anfahrt von ca. 1,5 m und einen Mindestabstand von 26 cm zum Begrenzungsdraht (sowie 11–12 cm zu Pfosten) einhältst.

Bei der Wahl des Geräts zeigt unsere Erfahrung: Plane immer eine Überdimensionierung ein. Ein MS1000 zeigt in der Praxis ein deutlich verbessertes Verhalten in schwierigem Gelände als ältere RL2000 oder City 120 Modelle. Für eine saubere Kantenmähung an einer 10-cm-Rasenfläche ist ein Robomow die beste Wahl: MC- und RC-Modelle halten einen konstruktiven Abstand von ca. 8 cm zur Kante, während die größeren MS- und RS-Modelle with 4,5 cm Abstand noch präziser arbeiten. In komplexen Situationen ist ein RC304 oft ausreichend, ein Upgrade auf einen MC400 bietet hier meist keinen spürbaren Mehrwert, da MC-Modelle standardmäßig nach dem Zufallsprinzip mähen. Als Werkstatt-Profis kennen wir die feinen Unterschiede der Baureihen genau: Die Premium- (RC) und City- (MC) Linien unterscheiden sich stark in Akkukapazität (2,2 Ah, 2,4 Ah und 3 Ah), Mähbreite, Reifenbreite und Konnektivität (Bluetooth/GSM). Während der MC500 bis zu zwei Nebenzonen ansteuern kann, ist der MC300 auf eine einzige Nebenzone beschränkt. Achtung bei Modellwechseln: Der ältere RC306 besaß noch langlebige, bürstenlose Motoren (Brushless), während beim Nachfolger RC308 wieder gebürstete Motoren verbaut wurden. Generell gilt in unserer Praxis: Die 2015er Modelle sind software- und hardwareseitig oft deutlich besser ausgestattet als die teils abgespeckten 2016er Varianten. Bei Hanglagen behelfen wir uns mit Rasenschutzgittern, Spikes, Zusatzgewichten oder breiteren Powerwheels (wie beim MC500). Hilft das alles nicht, passen wir das Gelände durch das Anschütten von Mutterboden an. Für extrem hohe Schnittleistung greifen wir oft zum iMow MI632 P. Technisch wichtig: Die bürstenlosen Motoren (Brushless) der höheren RC-Modelle sind nicht mit den Mainboards für Bürstenmotoren (DC) kompatibel. Bei Achsbrüchen, quietschen an der Hinterachse oder Radverlusten – was wir auch bei der RS-Serie (RS625, RS635, RS630) oft als Vorbote für defekte Radmotoren sehen – solltest Du uns kontaktieren, um den Tausch fachgerecht durchzuführen. Bei der RS-Serie kann ein unrunder Messerlauf sogar zu Rissen im Kunststoffgehäuse der Ladestation führen, weshalb wir die Messer stets wuchten oder ersetzen. Zur Instandhaltung reinigen wir die Planetengetriebe mit Spezialfett (Klüber Super LDS 18). Hören wir beim RC312 ein auffälliges Quietschen beim Zurückfahren zur Ladestation, ist dies meist ein Vorbote für einen Getriebeschaden oder einen Defekt am Antriebsmotor. Springt ein Motor mal gar nicht an und reagiert erst auf leichtes Klopfen, prüfen wir in der Werkstatt sofort die Kohlebürsten. Ein technischer Meilenstein sind zudem die 2016er Modelle (wie RS635, RS625, RS615, RC308, RC304, MC1200, MC800, MS2500, MS1500): Diese are ab Werk mit ca. 3 cm breiteren Rädern für spürbar bessere Traktion an Hängen, einem GSM-Modul zur Fernüberwachung und einer optimierten Steuerungssoftware ausgestattet.

Bei der Kantenplanung gilt: MC- und RC-Modelle benötigen ca. 8 cm Abstand zur Kante, während MS- und RS-Modelle mit 4,5 cm Abstand noch präziser an 10 cm breiten Rasenkanten arbeiten. Zu festen Hindernissen solltest Du generell 26 cm Sicherheitsabstand halten, zu Pfosten mindestens 11–12 cm. Halte beim Verlegen 8–10 cm Abstand zu Pflasterflächen ein. Bei Thuja-Hecken gilt: Ab 30 cm Abstand funktioniert der Kantenmodus einwandfrei, bei unter 20 cm Abstand wird es kritisch – wir empfehlen hier eine Umrandung mit einer Steinreihe (z. B. 12–16 mm Rasenkantensteine). Bei Zäunen oder Pfosten auf der Heimfahrt-Route muss der Draht mit 30–35 cm Abstand verlegt und der Untergrund leicht abgeschrägt werden, um Hänger zu vermeiden. Bei Pools halten wir einen Abstand von mindestens 1 m ein (Nutzung als Insel oder im Kantenmodus). Falls eine Engstelle von 1,3 m nahe einem Pool verläuft (wie beim Cub Cadet Lawnkeeper 500), kann eine überfahrbare Poolumrandung von 20 cm voll in die Mähfläche integriert werden – das spart das Einrichten einer separaten Zone, solange die Sicherheitsabstände penibel beachtet werden. Für die genaue Ausrichtung hilft der RoboRuler, wobei wir grundsätzlich zu einem hochwertigeren, dickeren Begrenzungskabel raten, um Signalverluste zu minimieren. Um die Kantenmähleistung nicht zu verschlechtern, deaktiviere die Smart-Mow-Funktion in engen Bereichen gänzlich und verlege stattdessen flache Begrenzungssteine. Wenn Du einen MS1800 oder RS615 auf einer Fläche von 600–700 m² betreibst (wo die engste Stelle beispielsweise 5 m misst), ist eine saubere Randgestaltung essenziell. Ohne Rasenkantensteine lässt der MS1800 konstruktionsbedingt etwa 6–7 cm Gras am Rand stehen, was manuelle Nacharbeit erfordert.

Für die Drahtverlegung in Engstellen gilt: Ein Drahtabstand von 23 cm ermöglicht eine sichere Durchfahrt bei Korridoren ab 90 cm Breite. Bei extrem schmalen Passagen (<55 cm) kann der Mäher nicht im Flächenmodus arbeiten, da hier die Gefahr des Festfahrens oder Umkippens droht; richte solche schmalen Streifen gezielt als Nebenzone ein und lasse sie nur im Kantenmodus (Edge Mode) befahren. Unter 90 cm Drahtabstand (z. B. bei 45–60 cm) kommt es beim RC312u oft zum Fehler E2 (Signalverlust); der Mäher eiert, fährt unkontrolliert rückwärts, stößt an und gräbt Löcher. Wir lösen dies in der Praxis, indem wir im Service-Menü das Rückfahrverhalten am Draht deaktivieren oder den Bereich komplett in ein Kiesbett (Schotter mit Vlies) umwandeln. In der Praxis sehen wir solche engen Durchfahrten oft bei kleinen Grundstücken (z.B. 100 m² Gesamtfläche mit 75 m² Hauptrasen und einem 6 Meter langen, 90–120 cm breiten Korridor auf leichter Hanglage). Grenzt eine Seite an flache Rasenkantensteine und die andere an hohe Hindernisse wie Granitsteine (z. B. 15 cm hoch), muss der Drahtabstand exakt austariert werden. Der RC304 meistert solche Engstellen von 90 cm hervorragend, wobei wir für Hanglagen die 2015er Modelle mit breiteren Antriebsrädern empfehlen (Alternativen: RC302, MC150, MC300, TC300). Bei einer U-förmigen Rasenfläche von ca. 250 m² (ideal für den RC304, während der MC400 hier keinen Mehrwert bringt) sind spitze Winkel von 70° an den Ecken besonders kritisch. Hier runden wir Winkel konsequent auf 45° ab, um ein Überfahren des Kabels beim Zurücksetzen zu verhindern. Schmale Zonenverbindungen von 1,60 m Breite können durch eine geschickte Zonenkonfiguration ebenfalls gemeistert werden. Bei schmalen Korridoren über 80 cm, die als Nebenzone eingerichtet sind, schützt eine physische Barriere (wie Rasenkantensteine) effektiv vor unbeabsichtigtem Zonenwechsel. Für die RS-Serie (wie RS612 oder RS630) gilt bei engen Passagen von z. B. 1,5 m Breite und 1,5 m Länge: Du musst nicht zwingend eine Durchfahrt laut Handbuch einrichten. In unserer Werkstatt-Praxis bewährt es sich hier, entweder gezielte Reserveschleifen zu verlegen, eine Nebenzone mit festem Einstiegspunkt einzurichten, oder den Bereich schlicht als Teil der Hauptzone mit ausreichend Kabelschleifen-Reserve zu verlegen.

Ein kritischer Point ist die Rückfahrt und die Zonenanfahrt. Die RS-Serie nutzt 'Nahe-Draht folgen' (NFW) bzw. Narrow Channel Driving (NDF) für versetztes Fahren zur Vermeidung von Spurrillen. Aber Vorsicht: Wenn die Anfahrt zur Nebenzone über NDF läuft, kann es zu massiven Ungenauigkeiten bei der Anfahrt des Nebenzonen-Startpunktes kommen (wir messen in der Praxis Abweichungen von bis zu 35 m!). Das liegt daran, dass die RS-Serie die Distanz über die Radumdrehungen der Antriebsräder ermittelt – unterschiedliche Reifendurchmesser, Reifenabnutzung oder Radschlupf verfälschen die Wegmessung extrem. Unser Werkstatt-Tipp: Lege den Einstiegspunkt der Nebenzone immer ein gutes Stück weiter in die Fläche hinein, um Schlupf-Toleranzen auszugleichen. Lerne den Einstiegspunkt neu an oder kalibriere die Meter-Werte manuell im Service-Menü. NFW muss in Nebenzonen zwingend deaktiviert sein (Parameter P005), da der Mäher sonst die Nebenzone befährt, anstatt direkt zur Ladestation zurückzukehren. Bei langen Begrenzungsdrähten führt die Suche nach der Ladestation bei der RS-Serie oft zu einer zeitraubenden 'Ehrenrunde' entlang des gesamten Drahts. Bei C-Modellen (z. B. RC306, RC304) führt aktiviertes NFW oft dazu, dass der Mäher nicht nach Hause findet oder schmale Durchfahrten (wie einen 1,30 m breiten Gang) gar nicht erst ansteuert, sondern am Draht vorbeifährt und abdreht. Deaktiviere NFW (Parameter P004 für die Hauptzone, P005 für die Nebenzone am Roboter-Display), damit der Mäher präzise auf dem Begrenzungsdraht geführt wird. Wenn der RC304 bei der Rückfahrt aus der Nebenzone 'über das Ziel hinausschießt' und vom Begrenzungskabel fälschlicherweise wieder zurück in die Nebenzone geleitet wird, liegt dies meist an einem fälschlicherweise aktiven NFW. Ein Engpass im Begrenzungskabel mit nur 50 cm Drahtabstand provoziert hier massive Navigationsfehler. Eine Begrenzungsinsel kann hier Abhilfe schaffen, ist aber nicht zwingend erforderlich – oft lässt sich eine funktionierende Nebenzone auch ohne Insel installieren. Bei den C-Modellen (wie dem RC306) führt eine falsche Draht- und Zonenkonfiguration oft dazu, dass der Mäher auf dem Heimweg fälschlicherweise in eine Nebenzone abbiegt, anstatt direkt zur Ladestation zu fahren. Bedenke, dass der Kantenmäh-Modus konstruktionsbedingt immer die gesamte Schleife abfährt (Hauptzone -> Nebenzone 1 -> Hauptzone -> Nebenzone 2 -> Hauptzone). Zur physischen Trennung von Zonen nutzen wir standardmäßig Begrenzungsinseln. Für die Erkennung der Ladestation nutzt das System je nach Modell Infrarot (IR) oder Bluetooth (BT) – hier müssen Ausrichtung der Station und der Drahtabstand absolut exakt den Vorgaben entsprechen. Ein manueller Schalter zur temporären Deaktivierung einer Nebenzone hat sich in der Praxis als hervorragende Notlösunge bewährt, falls Tore oder Durchgänge geschlossen sind. Ältere RM- und RL-Modelle sowie der Wolf Scooter 500 (baugleich mit City 110) kehren konstruktionsbedingt immer direkt auf dem Kabel ohne Versatz heim. Im Service-Menü passen wir oft die 'Follow wire speed' an – ein Absenken des Standardwertes (80) hilft massiv gegen das 'Eiern' am Begrenzungsdraht.

Wenn Dein Gerät vor der Ladestation 'eiert' und diese dadurch verpasst, liegt das oft am Anfahrwinkel. Achte auf mindestens 1,5 m gerade Anfahrstrecke (mindestens 26 cm Abstand zum Draht). Bei Modellen wie dem RC304 oder MC500 beruhigen wir das Fahrverhalten vor der Station, indem wir den Draht so legen, dass der Mäher im rechten Winkel einfahren kann, und senken zeitgleich im Service-Menü die 'Follow wire speed' unter den Standardwert 80. Ein absoluter Profi-Aufbau für Ästheten: Die Ladestation lässt sich sogar unter einer Holzterrasse (bis zu 5 m abseits der Rasenfläche) installieren. Der Mäher must dafür eine 90°-Kurve fahren und eventuell einen Kiesstreifen überqueren. Voraussetzung ist eine ausreichende Höhe der Terrasse und eine präzise Drahtführung, um die Ausfahrt und den Rückweg sauber zu führen. Bei schwierigen Platzverhältnissen kann zudem eine externe Ladestation die Positionierung erheblich erleichtern. Für den RM510 ist eine Eckplatzierung möglich, wenn mindestens 1 m gerade Anfahrt und 25 cm Drahtverlängerung hinter der Station eingehalten werden. Soll die Station vor einem Maschendrahtzaun stehen, plane ca. 50 cm Abstand ein und richte sie exakt nach Handbuch aus. Bei engen Korridoren (z. B. beim Cub Cadet 500) is die Positionierung der Ladestation innerhalb des Korridors kritisch; stelle sie idealerweise auf der größten Rasenfläche auf. Für Modelle wie den MC800 passen wir oft die speziellen Parameter an: P201 regelt den Abstand zwischen Mäher und Draht, wenn das Gerät auf Bluetooth umschaltet. P027 steuert das Verhalten in der Garage: Der Mäher setzt nach dem Start ca. 30–50 cm zurück und wartet 30 Sekunden ab, um den Regensensor zu prüfen. Dieser Sensor funktioniert nur beim Automatik-Start; wird er nass, fährt der Mäher wieder ein und wird erst nach ca. 30 Minuten (wenn der Sensor wieder trocken ist) erneut aktiv. Quietschgeräusche beim Zurückfahren sind bei RC-Modellen oft ein Vorbote für einen Getriebeschaden oder einen Defekt am Antriebsmotor. Bei der RM400-Serie sehen wir zudem oft, dass das Wochenprogramm nicht startet oder die Uhrzeit massiv vorgeht. In der Praxis liegt dies meist an einem instabilen Original-Schaltnetzteil, das zyklisch Spannungseinbrüche (bis auf 10V) verursacht.

Sollte ein RS622 ungemähte Stellen hinterlassen, hilft oft eine Erhöhung der Mähdauer oder die künstliche Erhöhung der Flächenangabe im Menü. Bei Problemen mit der Ersteinbetriebnahme und unregelmäßigen Starts (wie beim RS615U oder RS630) liegt die Ursache meist an einer falschen Konfiguration der inaktiven Zeiten. Der Roboter berechnet seine Mähzyklen anhand von Fläche, Häufigkeit, Intensität und Zeitplan selbstständig; ist dieser Plan falsch konfiguriert oder grätscht der Regensensor dazwischen, bleibt er in der Station. Ein häufiger Hardware-Fehler bei der RS-Serie (RS 630, 622) ist die Meldung 'Mähmotor nicht verbunden' – oft verursacht durch Software-Bugs (v2.86), die wir durch ein Update auf Firmware 2.90 beheben. Unterscheide dies strikt von überlasteten Fahrmotoren (besonders beim MS 1800 mit Einstellungen wie Empfindlichkeit 3 und Überlastung 1.8V): Hier verweigert das Gerät die Ausfahrt, dreht sich im Kreis oder meldet 'Fahrmotor nicht verbunden'. In diesem Fall hilft in unserer Werkstatt nur der Austausch der Fahrmotoren. Bleibt der Rasen in der Mitte zwischen den Messern stehen, liegt dies oft an einer ungenügenden Mähwerksabstimmung. Bei der Zonen- und Engstellenplanung des RS 630 gilt: Engstellen dienen als Barriere gegen zufälliges Einfahren und verkürzen den Rückweg. Eine exakte Winkelkonfiguration (rechts-rechts-links-rechts) ist dabei nicht zwingend nötig; eine klare Abgrenzung reicht aus. Bei unebenem Gelände kannst Du den Drahtabstand in der Engstelle vergrößern, um Fehler zu vermeiden (damit der Mäher nicht versehentlich auf das Gegenkabel gerät) – dies kann jedoch die Nutzung des verkürzten Rückwegs komplett aufheben. Auf Steigungen bewältigen diese Modelle bis zu 45 %, jedoch wird es bei Nässe und Wendemanövern direkt am Begrenzungsdraht kritisch.

Sollte der Mäher in einer separaten Zone mit 'UO17' stoppen, ist der Auftrag abgeschlossen. Wir sehen in der Praxis oft, dass diese Anzeige nach etwa einer Stunde Mähzeit fälschlicherweise als Fehler interpretiert wird. Beim MC300 (den es in unterschiedlichen Software-Versionen von 2014 und 2015 gibt) ist das jedoch eine reine Information: Der Mäher meldet damit schlicht, dass er seine Aufgabe auf der bis zu 200 m² großen separaten Fläche erfolgreich beendet hat und zurück zur Ladestation will. In unserer Werkstatt-Praxis lösen wir das Transportproblem bei separaten Zonen oft elegant: Für den MC300 lässt sich laut Handbuch (Kapitel 3.1.4) problemlos eine zweite Ladestation für die Nebenzone (L2) installieren. Dazu werden beide Zonen mit eigenständigen Begrenzungsdraht-Schleifen versehen und stromversorgungstechnisch entkoppelt. Der Mäher erkennt die zweite Station völlig automatisch, ohne dass eine mühsame Umprogrammierung nötig ist. Für den Betrieb des RC306 auf räumlich getrennten Rasenflächen ohne permanent installierte Ladestation haben wir in der Werkstatt ein cleveres Setup entwickelt. Da der Roboter zwingend ein aktives Schleifensignal benötigt, lässt sich dies über drei Wege lösen: Entweder durch das manuelle Umstecken des Begrenzungsdrahts auf einen zentralen Signalgeber, den gezielten Einsatz von Perimeterschaltern, oder eine vollautomatisierte Steuerung mittels Zeitschaltuhren, welche die Spannungsversorgung der einzelnen Begrenzungsdraht-Schleifen zeitgesteuert freischalten. Für Modelle wie den Robomow 304 oder 308 gilt: Kann der Begrenzungsdraht physisch nicht von der Hauptzone zur separaten Zone verlegt werden, ist der Einsatz eines Perimeterschalters (Begrenzungsschalters) zwingend erforderlich. Ein wichtiger Werkstatt-Fakt zur Kompatibilität: Die Ladestationen des Robomow 304 und 308 aus den Baujahren vor 2018 sind untereinander absolut kompatibel. Willst Du den Transport und das ständige manuelle Umstellen der Mähzeit-Einstellungen umgehen, kann das Einrichten einer zweiten eigenständigen Hauptzone mit einer zweiten Ladestation und einem separaten Gerät die sauberste Lösung sein. Erhältst Du jedoch bereits nach wenigen Metern (ca. 10 m) die Meldung 'Zeit abgelaufen' (häufig bei S-Modellen wie dem Robomow 612, RC304u oder dem Wolf Scooter 612), liegt dies meist an einem inaktiven Automatikmodus oder einem debalancierten Akku. Aktiviere hier zwingend den Automatikmodus am Roboter, um dieses Problem vollständig zu lösen. Als temporärer Workaround hilft es, das Gerät manuell in die Zone zu setzen und zu starten. Fährt unplausibel ein Robomow 304 in einem engen Rasen-Schlauch zwischen den Drähten ständig in die falsche Richtung oder wendet unplausibel, hilft es in der Praxis, die option 'Inseln vermeiden' (Vermeide Inseln) zu aktivieren und die Funktion 'Near-by-Wire' (Nahe-Draht-Folgen) einzuschalten, um die Navigation zu stabilisieren. Bei extrem schmalen, langen Zonen (z. B. 3 m x 15 m) greifen wir auf eine bewährte Methode mit mehreren Schleifen im Kantenmodus zurück. Für den RC 304 empfehlen wir in der Praxis das 2015er Modell gegenüber der 2016er Variante, da bei letzterer die wichtige 'Nahe-Draht-Folgen'-Funktion werkseitig deaktiviert ist. Bei MS1000-Modellen kann nach der Winterpause eine Ladezeit von bis zu 20 Stunden erforderlich sein, um den Akku wieder zu aktivieren. Bei unkomplizierten Gärten mit vereinzelten Hindernissen wie Natursteinen, Wegen oder Beeten sind die RS- und MS-Modelle erfahrungsgemäß hervorragend geeignet. Zeigt ein RC312 jedoch unzureichendes Kantenmähen, reagiert nicht mehr auf die iPad-Steuerung oder leidet unter scheinbaren Akkuproblemen, hilft in unserer Werkstatt oft ein kompletter System-Neustart.

Ein plötzlicher Kapazitätsabfall deutet auf einen debalancierten Akku hin. Wir raten dringend zu Original-Akkus (z.B. BAT 6001 B), da Nachbauten oft instabile Zellspannungen (Schwankungen unter Last zwischen 2,5V und 3,35V) aufweisen. Beim Roboscooter 1800 (BAT 6001 B, LiFePo 25,6V, 5Ah) bricht die Kapazität in der App oft binnen 10–15 Minuten von 100% auf 68% ein, woraufhin das Gerät in der Ladestation sofort auf 11% abfällt. Ein Tausch gegen einen originalen Gebrauchtakku bringt hier die gewohnte Laufzeit von ca. 55 Minuten zurück. Bei MS1800-Modellen sehen wir oft scheinbar kurze Laufzeiten von 45–50 Minuten und abweichende Werte im Service-Menü (z. B. 4,3 Ah statt 4,5 Ah Nennkapazität, oft wird nur eine Restkapazität von 1,3 Ah angezeigt). Ändere diese Kapazitätswerte im Service-Menü nicht eigenmächtig ab, da dies lediglich den aktuell gemessenen Zustand anzeigt. Beim RS 612 (Modelljahr 2015) ist zwar ein 4,8 Ah Akku verbaut, im Service-Menü sind jedoch standardmäßig 4,3 Ah (Typ) und 3,3 Ah (Kapazität) hinterlegt. Die systemseitige 80%-Regel führt hier zu unterschiedlichen Ladewerten (3,44 Ah vs. 3,84 Ah). Der Parameter 'Kapazität-Suchen' beeinflusst zwar die Mähdauer, springt aber in den Nebenzonen oft auf den Standardwert (3 Ah) zurück, was manuelle Anpassungen im Service-Menü wirkungslos macht. Als absolut verlässlich hat sich in unserer Werkstatt-Praxis ein Wert von 1,1 Ah für 'Suche Station' erwiesen. Die Anpassung des Wertes 'Zurück zur Station' verhindert zudem effektiv, dass der Mäher auf dem Heimweg mit leerem Akku liegen bleibt. Bei der RM-Serie (400/500) führen konstante 14V Ladespannung im Winter zum Austrocknen der Blei-Gel-Akkus. Wir öffnen hier das Gehäuse, füllen ca. 0,2L destilliertes Wasser nach und versiegeln es (nicht gasdicht!). Nach der Winterpause bei RS-Modellen hilft oft eine Regenerationsphase über mehrere Tage im laufenden Betrieb, um die volle Laufzeit wiederherzustellen.

Wenn der Mäher die Ladestation überfährt oder als Hindernis erkennt ('Mäher auf dem Rasen'), prüfen wir systematisch das Vorderradmodul. Bei RC-Modellen ist oft die Platine im Vorderradmodul (Ersatzteil SPP7007B) defekt oder die BLE-Platine weist Grünspan auf. Auch bräunliche Verfärbungen an den Widerständen der Hauptplatine sind ein Indiz. Zudem kann eine aktivierte Insel-Funktion dazu führen, dass der Mäher die Ladestation überhaupt nicht mehr findet oder unendliche Suchschleifen dreht. In solchen Fällen deaktivieren wir die Insel-Funktion im Menü, um den Suchlauf zu stabilisieren. Wir prüfen zudem den Reed-Kontakt (S1) im Ladekopf, insbesondere beim RS622 nutzen wir hierfür die korrigierten Schaltpläne der Ladeelektronik. Bei Defekten der Ladeplatine (z.B. PCG6006B) ist der Austausch des kompletten Ladekopfs oder der Griff zu einem funktionstüchtigen gebrauchten Ladekopf oft deutlich wirtschaftlicher als die mühsame Reparatur oder Einzelteilbeschaffung.

Konnektivität und Mähverhalten: Bei der 2015er Firmware führt die 'Smart Mow' Funktion via App oft zu Fehlern; hier hilft nur unweigerlich ein Werksreset. Deaktiviere Smart-Mow generell bei schmalen Flächen (insbesondere in Passagen unter 55 cm) oder wenn die Kantenmäh-Performance nachlässt, da die Funktion dort extrem kontraproduktiv wirkt und zu Navigationsproblemen führt. Da die werkseitige App oft unzuverlässig ist, ständige Neuinstallationen erzwingt, keine lückenlose Mähhistorie liefert und Einstellungen verloren gehen, empfehlen wir dringend, alle kritischen Konfigurationen (wie die NFW-Parameter P004/P005) direkt physisch am Display des Roboters vorzunehmen. Wir rüsten in der Praxis oft das Zusatzmodul RoboConnect+ nach, um exakte Positionsdaten und detaillierte Systemprotokolle auslesen zu können. Nach App-Updates (z.B. Version 1.83.01, 1.83.05, 1.82.03) kommt es oft zu massiven Anzeigefehlern: Der nächste Mähzyklus wird fälschlicherweise auf 'Sonntag 0:00' gesetzt, Mähpläne verschwinden oder die Restlaufzeitberechnung ist fehlerhaft (zeigt oft stur 50% der Gesamtfläche an), die Verbindung bricht ab oder die Option zur Steuerung des Regensensors fehlt in der App komplett (was herstellerseitig so gewollt ist). Auch die Anzeige der nächsten zu mähenden Zone wird fehlerhaft dargestellt. Deaktiviere bei Problemen mit der Nebenzone unbedingt die Option 'Nahe Draht folgen' (NFW) in der Nebenzone. Als effektiven Workaround empfehlen wir, die Zeitplanung direkt physisch am Roboter einzustellen oder den App-Cache unter Android zu leeren (Einstellungen -> Apps -> Robomow -> Cache leeren) bzw. die App neu zu installieren. In der Werkstatt optimieren wir die Mähdauer durch Anpassung der 'Kapazität-Suchen' Werte im Service-Menü, wobei diese in Nebenzonen oft auf Standardwerte (3Ah) zurückspringen. Um ein Übermähen und übermäßige Abnutzung zu verhindern, hat sich in der Praxis ein Mähzyklus von 3-mal pro Woche bewährt.

Der Fehler E02 (Signalverlust) oder die allgemeine Meldung 'Kein Drahtsignal' (z.B. beim RS615 nach einer Heckenfahrt oder beim RS612) resultiert oft aus inkompatiblen Ladeköpfen oder einem defekten Ladekopf selbst. Achtung: Ladeköpfe von 2018 und 2019 sind untereinander absolut inkompatibel! Wird fälschlicherweise unvorsichtig ein 2018er Ladekopf an einem 2019er Modell montiert, bricht das Signal nach einer kurzen Fahrtstrecke von ca. 10 bis 70 Metern ab, selbst wenn davor alles kurzzeitig funktioniert. Ein extrem fieses Phänomen bei plötzlichem Signalverlust und dem Fehlercode E02 (beobachtet am RC 312 auf größeren Flächen) ist die Interferenz durch Fremdsignale. Läuft auf dem Nachbargrundstück ein Mähroboter eines anderen Herstellers (wie ein Ambrogio L200 Basic), kann dessen Begrenzungssignal das des Robomow massiv überlagern und stören. In der Werkstatt-Praxis helfen hier meist nur drei Wege: Eine präzise Absprache der Mähzeiten mit dem Nachbarn, der Bau einer physischen Strahlenschutzwand entlang der Grenze, oder eine Signal-Frequenzanpassung (was jedoch beim Ambrogio L200 Basic herstellerseitig leider nicht unterstützt wird). Zur Fehlerdiagnose am RS612, RS615 oder RS630 messen wir den Schleifenwiderstand direkt am Ladekopf: 40 kOhm sind optimal, ein extrem niedriger Wert von 0,6 Ohm deutet auf einen internen Elektronikdefekt hin (oft riecht der Ladekopf dann verbrannt und ist mit Dreck oder Tierhaaren verstopft, was zu Ladeausfällen und unregelmäßigem Blinken der Station führt). Achtung bei der Diagnose: Eine defekte Powerbox kann gefährliche Ströme durch die Begrenzungsschleife leiten! Prüfe zudem das Netzteil auf Unterspannung (< 28V) und reinige oxidierte Kontakte, die wir anschließend mit Polfett schützen.

Wir sehen in der Werkstatt oft, dass Kunden den Rasen zwischen den Messern stehen lassen. Zur Effizienzsteigerung und Erhöhung der Mähdauer senken wir die Messerdrehzahl im Service-Menü auf 3500 Upm (Kante) und 3000 Upm (Eco). Bei S-Modellen wie dem Roboscooter 1800 prüfen wir bei Anlaufschwierigkeiten der Mähmotoren systematisch die Kohlebürsten und fetten die Planetengetriebe nach. Für den RS612 stufen wir enge Passagen unter 2 m Breite als kritisch ein und empfehlen hier dringend das Einrichten einer eigenen Nebenzone. Bei Säulen oder Zaunpfosten entlang der Heimfahrt-Route verlegen wir den Draht mit 30–35 cm Abstand und schrägen den Boden darunter ab. Nutze hierbei immer robuste, scharfe Originalmesser, besonders wenn Tannenzapfen oder Kiefernnadeln auf der Fläche liegen. Bei starkem Walnussbefall auf dem Rasen erhöhen wir in der Praxis die Schnitthöhe, um die harten Schalen einfach zu überfahren oder beiseite zu schieben und das robuste Mähwerk vor Beschädigungen zu schonen.

Wenn Mähmotoren (wie beim RS622) unmittelbar nach dem Start abschalten, sich dieser Zyklus ständig wiederholt und kein direkter Fehler angezeigt wird (oder im Display die Meldung 'check move' erscheint), liegt dies meist an den Messermotoren selbst. Überprüfe in solchen Fällen, ob die Gummiabdeckungen oberhalb der Messermotoren abgefallen sind, wodurch Schmutz oder Feuchtigkeit eindringen konnte. Wir kontrollieren in der Werkstatt systematisch alle Steckverbindungen zu den Mähmotoren auf Korrosion und Kabelbrüche. Ist ein Motor komplett defekt und läuft gar nicht mehr an, hilft nur der Austausch des betroffenen Messermotors. Bei der RM400-Serie beobachten wir zudem oft, dass sich der Diebstahlschutz/die Sirene selbstständig aktiviert oder das Gerät sich trotz ausgeschaltetem Hauptschalter einschaltet. In solchen Fällen hilft in der Praxis meist nur das Ziehen der Sicherung zur kompletten Stromloslegung.

Bei der RM-Serie deutet Fehler 23 auf ein Problem mit dem Deckelsensor hin. Reinige die Scharniere gründlich. Bei Ladeproblemen an RM510/City 110 prüfen wir die Ladeplatine auf überhitzte Widerstände. Ein wichtiger Test ist das Laden über den Winter-Ladeanschluss direkt am Gerät, um die interne Ladeschaltung vom Ladekopf der Station abzugrenzen.

Displayprobleme beim Tuscania 500 liegen meist an den Sicherungen. Ein Profi-Upgrade: Durch ein Firmware-Update lässt sich ein Tuscania 500 oft auf den Softwarestand eines RM 510 heben, was das Mähen mehrerer Zonen ermöglicht. Wichtig zu wissen für den Betrieb: Bei einem Stromausfall verlässt der Mähroboter (getestet u. a. am RC 304Pro, RS615, RS625, RS630) automatisch die Ladestation, um Schäden durch unkontrollierte Signalverluste zu vermeiden. Sobald der Strom wiederkehrt, fährt er innerhalb von 2 Stunden selbstständig zurück zur Station. Wer das Gerät über Hausautomationssysteme (z. B. Fritz-DECT, Homecontrol-Systeme) ansteuern möchte, sollte ihn keinesfalls während des laufenden Mähbetriebs stromlos schalten, da dies Fehlermeldungen provoziert. Zur smarten Zustandsüberwachung (Laden/Mähen) werten wir in der Praxis entweder den genauen Stromverbrauch an der Steckdose aus oder installieren Magnetschalter an der Ladestation. Für eine erweiterte Integration in Deine Hausautomatisierung lässt sich der Robomow auch per IP/UDP oder Relais remote steuern. So kannst Du ihn manuell starten und stoppen – nach einem manuell getriggerten Start mäht er exakt einen Mähzyklus und kehrt selbstständig ins Dock zurück.

Wir konnten dieses Problem noch nicht abschließend lösen, passen diesen Artikel aber an, sobald wir eine Lösung gefunden haben. Dies betrifft aktuell die Probleme bezüglich der Fehlercodes E3 und U0086 (Rückwärtsfahrt in Hindernisse/Hecken), den Fehler 064 beim RL 2000 sowie den nicht erkannten Sicherheitsschlüssel beim RX20 nach Netzteilschäden. Auch die detaillierte Ursache für das Startproblem des RS 635 Pro S (grünes Blinken ohne Reaktion in der Station), das Problem beim MC1000, bei dem der Mäher nach der Anfahrt nur 2 Meter in die Nebenzone fährt und dann wieder in die Hauptzone wechselt, das fehlerhafte Verhalten der Softwareversion V2.70 (unkontrolliertes Fahren und ungenaue Nähe zum Begrenzungsdraht), die App-Crashes bei Android-Update 1.49.2, die blockierte App-Fernsteuerung unter Android 8.0.0, das Wegschubben von Hindernissen wie Steinen statt Umfahrung beim RL2000 und RS630 sowie die eingeschränkte Bluetooth-Funktionalität beim RX12u im Vergleich zum RX20u konnten wir noch nicht abschließend lösen.

In der Praxis messen wir zur Diagnose folgende Stromverbrauchswerte an der Ladestation (ermittelt am RS615): Im Standby bzw. Wartezustand ca. 5–6,6W, beim Balancieren der Zellen 7–20W, während des Ladevorgangs über 20W und im aktiven Mähbetrieb 6,7–7W. Diese Werte sind essenziell, um Netzteilschäden von internen Elektronikfehlern abzugrenzen, wenn die App-Daten unplausibel sind.

Für den Betrieb in Garagen haben wir eine Lösung für den abgeschirmten Regensensor entwickelt: Ein Trichter-System leitet Wasser zum Sensor. Dennoch kann es vorkommen, dass der Mäher trotz Regen startet; hier passen wir die Sensibilität im Menü an. In der Praxis sehen wir bei Modellen wie dem RS630, RC304, MC800 und RS612 oft, dass der Regensensor (insbesondere nach einem Update auf die Softwareversion V2.90) entweder extrem träge reagiert oder nach dem Regen viel zu lange blockiert. Abhilfe schaffen wir, indem wir die Kontakte gründlich polieren oder im DIY-Verfahren einen dünnen Edelstahlstreifen als Signalbrücke installieren. Alternativ lässt sich das Problem über einen externen Regensensor (z.B. Homematic oder ESP8266) lösen, der die Robomow-Elektronik direkt ansteuert. Bei MS1000 Modellen achten wir zudem auf das Überfahren des Begrenzungsdrahts, was vereinzelt vorkommt und oft durch eine verbogene Motorwelle (leicht selbst zu tauschen) begünstigt wird. Zur mechanischen Schonung lässt sich der Bumper zusätzlich mit einem weichen Schaumstoffband dämpfen.

Ein weiteres Phänomen, das uns in der Werkstatt-Praxis oft begegnet, sind Fehlermeldungen wie 'stecke fest' oder 'außerhalb der Fläche' beim RS 612, obwohl kein physisches Hindernis vorliegt. Bei der Hardware-Diagnose prüfen wir hier sofort das Vorderrad und die Frontplatine. Ein durchtrenntes oder beschädigtes Kabel am schwarzen Stecker der Frontplatine ist hierbei ein Klassiker – wir setzen dieses defekte Kabel durch Löten oder hochwertige Klemmen instand. Ein absoluter Profi-Tipp für das Vorderrad, das mit 4 Stabmagneten in einer sternförmigen Anordnung ausgestattet ist: Achte penibel darauf, dass alle Magnete die exakt gleiche Polung aufweisen (entweder alle Nordpol oder alle Südpol). Sie dürfen keinesfalls alternierend verbaut sein! Nur so detektieren die Hallsensoren (L2 and L3) auf dem Front Board (z. B. PCG7003c beim RS 635) die erforderlichen 4 Ticks pro Umdrehung sauber, um Fahrtrichtung und Bewegung korrekt zu bestimmen. Ein wichtiger integrierter Magnet detektiert zudem, ob der Mäher angehoben wurde. Bei Fehlern wie U038 oder U039 nutzen wir in der Werkstatt das Service-Menü und die 'Front wheel screen' Funktion zur genauen Sensor-Kalibrierung.

Wenn sich ein RM400 unkontrolliert im Kreis dreht und mit den Fehlermeldungen 'Stecke Fest' oder 'Bumper gedrückt' stehen bleibt, liegt die Ursache meist bei einem dekalibrierten Stoßstangensensor. Da für die zwingend erforderliche Bumper-Kalibrierung ein geschütztes Passwort für das Service-Menü benötigt wird, führen wir diese Kalibrierungen und Software-Anpassungen direkt bei uns in der Werkstatt durch (kontaktiere uns als robo-doc, falls Du das Passwort benötigst). Ähnliche Navigationsprobleme sehen wir beim RC 306, wenn dieser sich plötzlich mehrfach mit hoher Geschwindigkeit um 360 Grad im Kreis dreht und über den Begrenzungsdraht hinausfährt, ohne eine Fehlermeldung anzuzeigen. Hier liegt der Fehler oft an lokalen Signalirritationen am Begrenzungskabel selbst; kontrolliere und korrigiere in diesem Fall den Kabelverlauf an der exakten Ausbruchsstelle.

Bei heftigeren Bewegungsstörungen, wie sie beim RS615u auftreten – wenn der Mäher undefiniert Kreise gegen den Uhrzeigersinn dreht, die Fahrmotoren unplausibel beschleunigen (Turbo-Modus) und der Zugriff auf das Service-Menü blockiert ist –, liegt die Ursache oft unter dem Gehäusedeckel. In der Praxis finden wir hier häufig ein extrem eingeklemmtes Kabel des rechten Fahrmotors direkt unter dem Boardgehäuse, was fehlerhafte Tachosignale und Kontaktprobleme verursacht. Nach dem fachgerechten Befreien und Neuverlegen des Kabels läuft das System wieder einwandfrei. Wir nutzen solche Gelegenheiten in der Werkstatt standardmäßig, um die Metallbuchse der Vorderradführung zu drehen und frisch zu fetten, was mechanischen Abrieb auf der Frontplatine effektiv verhindert. Dreht ein RS615 hingegen extrem träge Kreise, zeigt ein gebremstes Verhalten und bleibt schließlich regungslos am Rand der Fläche stehen, liegt meist ein mechanischer oder elektrischer Defekt an einem der Antriebe vor. Prüfe hierzu die Leichtgängigkeit beider Antriebsräder von Hand, um einen defekten Getriebemotor schnell zu entlarven.

Konnektivitätsprobleme beim RS612 äußern sich oft dadurch, dass die Bluetooth-Kopplung mit der App nach wenigen Sekunden sofort wieder abbricht (während andere Modelle wie der RX20u am selben Account problemlos laufen). Da der Bluetooth-Chip auf der Hauptplatine des RS612 fest verlötet ist, liegt hier meist ein irreparabler Halbleiterdefekt vor, der nur durch einen Tausch der kompletten Hauptplatine behoben werden kann. Zeigt ein RC304 nach der Ausfahrt ein merkwürdiges Verhalten, piept, blinkt wild und misst einen ständig schwankenden, extrem hohen Schleifenwiderstand, liegt dies meist an oxidierten Platinen im Mäher sowie in der Ladestation. In unserer Praxis hat sich hier der Austausch der Platine in der Ladestation in Kombination mit einer gründlichen Reinigung aller Kontaktflächen und Stecker als einzig nachhaltige Lösung erwiesen. Zur Lärmreduzierung beim Überfahren von Steinwegen rüsten wir das Vorderrad des RS612 zudem gerne mit einer speziellen Gummibereifung nach.

In der Werkstatt-Praxis erklären wir oft die Sicherheitsarchitektur der RS-Serie: Der RS625 hat beispielsweise keinen separaten, dedizierten Not-Stopp-Schalter, sondern nutzt den Tragegriff direkt als physische Stopptaste. Dieser Not-Stopp wird über einen internen Magneten in der Taste und einen entsprechenden Hallsensor auf der Platine ausgelöst. Ein zusätzlicher rote Sicherheitsschalter befindet sich geschützt unter der Haube – schalte diesen bei Wartungsarbeiten (wie dem Messerwechsel) unbedingt aus. Bei neueren Modellen gibt es zudem ein praktisches Feature: Ein langes Drücken der STOP-Taste führt den Mäher direkt zurück zur Ladestation. Möchtest Du den Mäher automatisiert steuern und bei Regen sofort nach Hause schicken, kannst Du den Regensensor mittels eines kleinen Relais brücken. Achte aber penibel darauf, woher Du die Energie für solche Relais nimmst: Zwar liegen am Akku 26V an (die Du mit einem Step-Down-Wandler auf 5V bringen kannst) und auch die serielle Schnittstelle liefert Spannung, aber ein direkter Stromabgriff vom Motherboard kann fatale Folgen haben und führt in der Praxis schnell zur Überhitzung der Elektronik.

In der Werkstatt sehen wir immer wieder schwere Elektronikschäden, wenn ein Mähroboter (insbesondere die RS 630 Modelle der Baujahre 2013/2014) manuell über den Rasen geschoben wird. Durch das Schieben wird in den Radmotoren eine hohe Induktionsspannung erzeugt, die das Mainboard irreparabel beschädigt. Die Folge: Die Räder blockieren vollständig, das Display bleibt komplett dunkel und zeigt keine Funktion mehr. In diesem Fall hilft nur ein Austausch des Mainboards durch uns als robo-doc, gefolgt von einem zwingenden Firmware-Update und einer anschließenden Kalibrierung aller Sensoren und der Drahtführung. Vermeide es daher unbedingt, den Mäher im ausgeschalteten Zustand manuell zu schieben.

Bei hochkomplexen Gärten mit Spielgeräten wie Trampolinen oder Rutschen stoßen ältere Modelle wie der Tuscania 500, RM 510 oder City 110 schnell an ihre Grenzen, verkeilen sich an den Füßen oder fahren den Rasen platt. Unsere Werkstatt-Empfehlung für solche Hindernisse: Grabe die U-förmigen Trampolinfüße bündig in den Boden ein und grenze enge Passagen oder andere kritische Hindernisse sauber als Inseln ab. Falls Dein Tuscania 500 an seine Kapazitätsgrenzen stößt, führen wir in der Werkstatt oft ein Firmware-Upgrade durch, um ihn auf den Softwarestand des RM 510 zu heben. Dadurch wird die intelligente Mehrzonen-Steuerung freigeschaltet, sodass Du auch komplexe, verwinkelte Flächen sauber in Haupt- und Nebenzonen aufteilen kannst.

Ein Phänomen, das uns bei den S-Modellen (z. B. Dolly) in der Werkstatt-Praxis immer wieder begegnet, ist eine plötzliche Rauchentwicklung, wenn sich der Roboter im feuchten Gras festgefahren hat. Das liegt daran, dass das Gerät auf der Stelle steht und die Räder rotieren, während die Messer sich durch den extremen Reibungswiderstand am Boden regelrecht selbst 'schärfen' – dieser automatische Schärfzyklus findet systemseitig ohnehin alle 20 Mähvorgänge statt. Um die Mechanik zu schonen, solltest Du das Mähen von feuchtem Gras zwingend vermeiden. Beachte zudem, dass eine zeitabhängige Priorisierung der Zonen nach Uhrzeit (also beispielsweise erst Nebenzone, dann Hauptzone) bei den S-Modellen softwareseitig absolut nicht möglich ist.

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