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Gardena Sileno dockt nicht an: Fehlerdiagnose und Reparatur

Sileno

Typische Symptome

Mähroboter kalibriert nicht mehr richtigMähroboter fährt nicht mehr richtig in die LadestationMähroboter dockt nicht richtig an der Ladestation anAkku hält nicht mehr langeMähroboter hat über 3000 LadungenHinterrad fehlt

Benötigte Ersatzteile (4)

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Schritt 1

Ein Gardena Sileno kalibriert nicht mehr richtig, fährt nicht mehr sauber in die Ladestation, dockt schlecht an und der Akku hält nur noch kurz. Hinter solchen Fehlern steckt bei einem älteren Sileno oft der Akku, bewiesen ist das aber erst nach einer Diagnose. In dieser Anleitung gehen wir die Fehlersuche an einem acht Jahre alten Sileno Schritt für Schritt durch: Ladezyklen im Menü prüfen, Innenraum auf Wasserschäden und Platinenschäden kontrollieren, danach Dichtungen, Akku und Hinterrad erneuern und zum Schluss Funktion und Sensoren testen.

Das brauchst du: einen passenden Ersatzakku für deinen Roboter (Akku für Gardena Sileno), Dichtungsstreifen für die Gehäusedichtungen (eine Dichtung rundherum und eine weitere außen herum), ein neues Gardena Hinterrad, Schraubendreher und das Demontage-Werkzeug zum Lösen des oberen Chassis. Das Chassis lässt sich zur Not auch mit zwei Schraubendrehern lösen, die man gegeneinander drückt. Zum Schluss ist ein Staubsauger zum Absaugen praktisch. Alle Teile findest du oben auf dieser Seite.

Schritt 3

Diagnose 1, Ladezyklen prüfen: Halte die Menü-Taste lange gedrückt, dann öffnet sich der Infobereich. Dort wählst du Info und danach Batterie. Hier siehst du, wie viele Ladungen der Akku schon hinter sich hat. Im Beispiel waren es über 3000 Ladungen bei einem acht Jahre alten Roboter, der Akku ist dann sehr wahrscheinlich verbraucht. Ein schwacher Akku kann auch Kalibrierungsfehler verursachen, weil der Roboter zu schnell leer wird. Ob das die Ursache ist, zeigt sich erst nach dem Wechsel.

Schritt 4

Zerlegen: Um in das Innere zu kommen, schaltest du den Roboter ab. Greife dann unter die grauen Teile am Gehäuse, so lassen sie sich abnehmen. Das nächste Teil wird ebenfalls ausgeclipst. Das blaue Teil kannst du einfach abheben und zur Seite legen.

Schritt 5

Oberes Chassis abnehmen: Dafür braucht man ein Spezialwerkzeug. Setze es an der Ecke ein und drücke die Halterung etwas heraus, dann ist die erste Ecke gelöst. Das machst du an allen vier Stellen. Achte darauf, dass die gelöste Ecke nicht wieder einrutscht. Wer kein Spezialwerkzeug hat, drückt zwei Schraubendreher gegeneinander. Danach lässt sich das obere Chassis abnehmen und zur Seite legen.

Schritt 6

Deckel öffnen: Darunter liegen die silbernen Schrauben. Sie müssen alle komplett heraus, damit du an das Innere des Roboters kommst. Ziehe oben den Regler für die Mähhöhe nach oben ab und lege ihn zur Seite. Dann kannst du den Deckel vorsichtig abnehmen. Unter dem Deckel liegt das Flexkabel von Display und Steuerung. Klappe es hoch und drücke die beiden Halterungen nach außen, dann geht es heraus.

Schritt 7

Diagnose 2, Innenraum prüfen: Achte darauf, dass an den Platinen keine Wasserschäden sind und nichts beschädigt ist. Im Beispiel sahen die Platinen sauber aus und die Sensoren ebenfalls gut. Ein Wasserschaden ließ sich ausschließen, die Sensoren konnten wieder eingesetzt werden. Der Verdacht fiel damit auf den Akku.

Schritt 8

Dichtungen ausbauen: Wenn das Gehäuse schon offen ist, lohnt sich der Wechsel der Dichtungen. Im Beispiel waren sie nach acht Jahren alt und eingedellt. Greife unter die Dichtung und ziehe sie heraus, dann kannst du sie entsorgen. Es gibt zwei Dichtungen: eine rundherum und eine weitere außen herum.

Schritt 9

Neue Dichtungen einsetzen: Drücke die neue Dichtung an einem Anfang in die Nut und lege sie rundherum ein. Ziehe sie nicht zu stark an den Ecken, sonst wird sie dort zu dünn. Lass am Ende etwas überstehen, schneide es ab und hänge es wieder ein. Prüfe, dass die Dichtung überall plan sitzt. Mit der zweiten Dichtung außen herum gehst du genauso vor.

Reinigen und Deckel montieren: Entferne Schmutz im Innenraum und sauge ihn bei Bedarf ab. Setze dann den Deckel wieder auf. Das Flexkabel schiebst du mit der Nase nach vorne in den Spalt und achtest darauf, dass es einrastet und die Halterungen wieder geschlossen sind. Danach schraubst du alle Schrauben wieder ein.

Schritt 11

Gehäuse aufsetzen: Setze das Gehäuse wieder auf. Die vier schwarzen Nasen müssen einrasten. Danach setzt du die abgenommenen Teile wieder auf und clipst sie fest. Zum Schluss steckst du den Drehknauf wieder auf, dabei muss man sich die Position merken.

Schritt 12

Akku wechseln: Entferne die zwei Schrauben und ziehe die zwei Clips nach hinten, dann kommt der Deckel hoch. Stecke den alten Akku vorsichtig ab und nimm ihn heraus. Der neue Akku muss natürlich zum Roboter passen. Setze ihn ein und achte darauf, dass die Kabel vorne in der Aussparung herauskommen, dann steckst du ihn wieder an. Prüfe auch die Dichtung des Akkufachs: Im Beispiel sah sie noch gut aus und musste nicht ersetzt werden. Lege die Kabel sauber in die Führung, damit sie beim Verschrauben nicht gequetscht werden. Dann setzt du den Deckel mit den drei Nasen nach vorne wieder ein, clipst ihn fest und schraubst die zwei Schrauben ein.

Schritt 13

Hinterrad wechseln: Das neue Hinterrad einzubauen ist einfach. Es hat zwei Nasen, die man hineindrückt. Setze das Rad ein und drücke es hinein, fertig. Wenn du ein Hinterrad ausbauen musst, drückst du die zwei Nasen hinein und ziehst das Rad nach oben heraus.

Schritt 14

Diagnose 3, Test nach dem Einbau: Schalte den Roboter ein und gib den PIN-Code ein. Prüfe, ob er startet, fährt und sich auf der Fläche orientiert. Im Beispiel war der Akku noch fast leer, deshalb ging es zuerst zur Station. Den Langzeittest, ob er sicher in die Station kommt, macht man draußen im Testgelände.

Schritt 15

Diagnose 4, Sensorwerte kontrollieren: Gehe wieder auf Menü, halte drei Sekunden gedrückt und schaue dir die Sensoren an, unter Schleife die Sensoren vom Kabel vorne und hinten. Im Beispiel sahen die Werte plausibel aus. Zum Schluss wird der Zähler zurückgesetzt, damit die Ladezyklen wieder richtig angezeigt werden.

Fazit der Diagnose: Im Innenraum gab es keine Wasserschäden, die Platinen und Sensoren sahen gut aus und die Sensorwerte waren plausibel. Damit spricht alles dafür, dass die Probleme vom Akku kommen, passend zu Laufzeit, Alter von acht Jahren und über 3000 Ladungen. Nach dem Wechsel fuhr der Roboter wieder. Der Langzeittest mit dem Andocken an die Station steht noch aus und erfolgt im Testgelände.

Wann ein Profi sinnvoll ist: Wenn du den Roboter nicht selbst zerlegen möchtest, die Fehlerursache nicht eindeutig findest oder nach dem Akkuwechsel weiterhin Fehler auftreten, übernimmt der robo-doc Reparaturservice die Diagnose und Reparatur für dich.

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